Starren aufs Meer

Jetzt bin ich auf der geliebten Insel und habe so viele Ideen im Kopf, Plätze die ich euch gern zeigen mag, Lokalitäten, Outfits oder einfach nur die nackte,raue See. Und so sehr mein Kopf übersprüht vor Tatentrag, lässt mein Körper die Finger weg vom Schreibgerät, nimmt noch nicht mal das Buch zur Hand um bei einer kleinen Auszeit dem neusten auserkorenen Krimi zu schmökern. Stattdessen starre ich stundenlang auf die Ostsee und hänge meinen Gedanken nach, lediglich die Frage nach dem Abendmahl lässt mich länger grübeln, denn das will auf der Insel bis 21:00 Uhr bestellt sein, dann ist Küchenschluss in den meisten Restaurants. Das mal als Tip am Rande.  Der andere ist, dass gerade zu den Stoßzeiten die schönsten Plätze auf der Insel leer sind und man die Ostsee fasst für sich allein hat. Deshalb, müssen einige Restaurants auch leider auf uns warten oder sogar ausfallen, weil ich mir schon eine große Portion Meer einverleibt habe. Und so genieße ich weiter das große Starren, das etwas planlose und in den Tag hineinlebende und nenne das für mich Urlaub. Wer weiß, mit Kindern wird vielleicht alles anders oder auch nicht, doch eins weiß ich, auf das Meer würde ich auch nicht mit einem Kind verzichten. Ich würde es gerne anstecken mit dieser Liebe nach Vitaminsea. Ich habe viele Eltern und Kinder im Urlaub beobachten können und mir diesen Sommer vermehrt die Frage gestellt, wie der nächste aussehen mag, ob alles so klappt wie in Gedanken erstellt…doch das weiß jetzt nur das Meer.. denn das hat meine Gedanken aufgenommen und davon getragen. Statt zu essen, starre ich noch ein wenig auf diesen genialen Ausblick aus unserer Unterkunft und bin dankbar dafür und die Momente die diese zwei Wochen Meer mit sich gebracht haben.

Frühstück am Morgen..vertreibt Kummer und Sorgen..

Einfach mal starren…

Unsere Unterkunft von der Seebrücke Sassnitz

Mit Blick auf den Hafen

Ich liebe den Ausblick aus unserem Hütt’chen…

Blick von der Hafenseite

Seebrücke in der Abenddämmerung

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Rügen…und ein kleines Versteck bei Lohme

Warum ich eigentlich die Kategorie Inselimpressionen gegründet habe, liegt tatsächlich an der schönen Insel Rügen. Denn neben der wunderschönen Natur, der Lage und den persönlichen Erfahrungen hier, macht sie es einfach zur Lieblingsinsel für mich. 

Mehrmals im Jahr entern wir Sie und sind immer wieder aufs neue verzauberd was sich alles entdecken lässt. Denn abseits der Touristenpfade, wenn man die Augen aufhält, gibt es noch das ein oder anderen Eck’chen ohne viele Menschen und das macht Rügen für mich am Ende aus.

Bei Lohme zum Beispiel, gibt es einen kleinen Steinstrand den man erst erreicht, wenn man beim Rugeshus abbiegt und einen kleinen etwas unbeugsamen Weg durch den Wald nimmt. Aber schon dieser ist eine wahrer Hingucker.


Natürlich gibt es einen Weg und ihr müsst hier nicht lang kraxeln… doch es ist zu weilen etwas bergig und deshalb ist hier nicht so viel Verkehr wie an anderen Ecken. Hat man den Weg hinter sich, nimmt euch dies hier in Empfang:


Ich hab natürlich auf das perfekte Bild gewartet mit dem Sonnenuntergang 😉! Es ist einfach wie aus einem Casper David Friedrich-Bild, wenn man den Wald hinter sich gelassen hat. 


Einmal Helgoland bitte…

Während ich gerade noch recherchiere für meinen nächsten, etwas anderen Fashionpost merke ich, das ich euch doch noch ein Winteroutfit mit schönen Bildern in der Kategorie Inselimpressionen zeigen wollte. Also los geht’s !


Im Januar besuchten wir die schöne und einzigste Hochseeinsel Deutschlands, Helgoland. Wir reisten zu einem ganz besonderen Zeitpunkt hier hin. Mein besonderer Wunsch war nämlich seit langer Zeit einmal Robbenbabys live und in Farbe zu sehen. Dies ist nämlich immer nur zwischen Dezember und Ende Januar möglich. Denn dann, finden sich die Kegelrobben und Seehunde auf Helgolands Hoher Düne ein um ihr Jungen zu gebären und aufzuziehen. Im Vorfeld war ich schon ganz aufgeregt, denn Tiere in freier Wildbahn zu erleben, ist immer ganz besonders und vor allem nicht alltäglich.
Auf die Hochseeinsel im Norden kann man nur per Boot anreisen. Nein stimmt nicht, mit dem Helikopter würde es auch noch gehen 😉 ! Also ging es für uns, nach einer kleinen Übernachtung in Hamburg nach Cuxhafen um von dort mit der Fähre gemütlich 21/2 Stunden auf die Nordsee zu fahren.


Nach dem erreichen der Insel haben wir unsere Koffer bis ins Oberland gerollt und im kleinen, feinen Panoramahotel eingecheckt. Es teilt sich Helgoland also ins Ober und Unterland auf. Um ins Oberland zu kommen, kann man entweder die Treppen oder einen Aufzug nehmen.
Von unserem Zimmer hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die Hohe Düne, wo schon die Robben am nächsten Tag auf mich warteten. Natürlich war es hoch emotional, die kleinen Wesen zu beobachten, dies tut man übrigens aus 30 Metern Entfernung. Doch das einzuhalten ist nicht immer einfach, weil die Kumpels über all am Strand rumliegen und sich gern als Steine tarnen.☺



Auf Helgoland in der Nebensession kann man sich prima aufhalten, es ist ein wenig wie bei unsere kleinen Farm, man läuft sich öfters wieder über den Weg und kann doch auch ganz für sich sein, so mitten in der Nordsee. Ich mag an Nebensessions, das es einfach ruhiger ist und der allgemeine Urlaubstrubel einfach auf Halbmast läuft, so kann ich einfach mehr genießen. Es war auch ein schönes Gefühl, so mitten auf hoher See zu sein und sich selbst auf so kleinem Raum wiederzufinden. Ich genoss jede Sekunde, die gefüllt war mit frischer Luft, Meeresrauschen und Ruhe. Der perfekte Ausgleich zum wilden Stadtleben.


Also alles in allem ein Grund euch noch mit einen zweiten Post demnächst zu erfreuen. Also bleibt dran, eine schöne Woche, wünscht euch Vera