Von Mode, Gedanken und mir…

Mein Artikel zum letzten Blogpost ging irgendwie nicht richtig online, darum gibt es heute einen neuen Versuch…e voila:


Für meine neuen Blogpost, trieb mich einiges im Vorfeld schon um. Und ich bin mir sicher, das ich damit nicht alleine bin. Von meinen Gedanken und Ideen möchte ich euch heut erzählen und fragen was eure Erfahrungen und euer Blick auf diese Dinge sind.
Ich hatte schon immer ein Herz für die Mode, hab mich in Ihr ausprobiert, mich verliebt und entliebt, danebengegriffen oder lebe immer noch mit schönen Stücken von Ihr zusammen. Am Anfang ist man unbedarft und stellt sich nicht so viele Fragen ist glücklich dich Dinge leisten zu können, doch wenn der Konsum um einen herum immer größer wird, werden Fragen eben lauter. Seit längerem hinterfrage ich die Wege der Bekleidungsindustrie, es gibt aber Momente, da wird mir schlagartig bewusst, das hinterfragen nicht alles ist, sondern allein mein Handeln etwas in Zukunft ändern kann. Auch wenn es ein Tropfen auf dem heißen Stein vermag zu sein.
Ein Film, der mir mal wieder etwas mehr die Augen geöffnet hat, war The True Cost . Mit einem Inhalt, der nicht nur auf die unfaire Bezahlung und Ausbeutung der Näherinnen und auf deren Lebensumstände hinweist sondern auch, noch zusätzliche Probleme zeigt, die ganz gravierend mit unserer Umwelt und unserer Zukunft zusammen hängen, für die wir ja alle irgendwo mit Verantwortlich sind. 

So war mir nie richtig bewusst, das die Bekleidungsindustrie gleich auf Platz 2. der Umweltverschmutzungen liegt, direkt nach der Ölindustrie. Ein Ranking auf das niemand stolz sein kann und in dem wir alle das ein oder andere dazu beitragen. Denn heut zu Tage ist fasst nichts so billig geworden wie Kleidung. Jeder kann sie sich kaufen und ständig wollen neue Stücke in den Kleiderschrank platziert werden. Ich schließe mich da nicht aus, denn es ist schon schön, sich ab und zu etwas Neues zuzulegen, ob dies immer sinnvoll ist somit eine andere Frage. Deswegen gibt es soviel Konsum , weil die Mode all gegenwärtig ist und sich Läden in ihrer Produktion ständig übertreffen.

Alle Läden wie h&m, Zara und etliche andere haben zu einem neuen Begriff beigetragen, der sich Fast Fashion nennt. So produzierten damals Ketten und Labels nur 4x Sessionware im Jahr, nun sind wir mittlerweile bei 56 angelangt! Ein beachtlicher Anstieg der mich ganz Schwindlig macht. So kommen in den bekannten Ketten fast täglich neue Ware an, Sachen die man in der einen Woche gekauft hat, werden in der anderen Woche schon wieder reduziert weil Platz geschaffen werden muss und schon wird der Kunde wieder in den Laden gelockt um Geld auszugeben. So horten wir vielleicht Unmengen von Kleidung an, da sie ja nicht teuer war, schön anzusehen, modisch und Trendy ist um sie nach kurzer Zeit einfach im Schrank zu lassen, wegzugeben und zu vergessen. Ich schliesse mich da leider bisher in den einen oder anderen Momenten mit ein. 

Nachdem Film musste ich mit meinem Gewissen hadern und habe beschlossen etwas mehr mit mir ins Gericht zu gehen. Ich brauche nicht jeden Monat etwas Neues und werde mir eben mehrmals überlegen, ob und was ich anschaffe. Ich bin ein großer Freund von Secondhand und liebe schöne Vintageteile, da eh alles schon mal da gewesen ist, wird sich doch auch in Zukunft immer wieder was finden lassen, was ich gut mit den aktuellen Trends kombinieren kann. Ich mache schon seit Februar einen Bogen um h&m und Co. Auch der Versuch auf hochwertige Marken auszuweichen wird mir nicht einfach so gelingen, denn diese schließe ich zum großen Teil mit ein, denn leider ist das kein Produktions-Phänomen der mittleren Labels. Gruselig wo zum Teil die teuersten Handtaschen so produziert werden. War ich doch schon immer einFreund von @madeineurope oder lokale Produktionen.
Mein Wunsch an mich ist, in Zukunft viel genauer hinzusehen und weiterhin lieber Vintageshopping zu betreiben. Auch bin ich auf das Fairtrademode-Kaufhaus Supermarche Berlin für den nächsten Shoppingtrip gespannt, denn dort hat es mich leider bisher noch nie hingetrieben, da meine Wege mit anderen Läden gepflastert waren. Fakten die ich gern wissen möchte: Wer produziert wo, wie sind die Umweltbilanzen oder wie der Handel im allgemeinen stattfindet. Bei Supermarche kann man in jedem Fall hinter die Kulissen sehen. Denn diese Unendlichen Bekleidungsmüllberge gehen mir nicht mehr aus dem Kopf, genauso wie die Behandlung von anderen Menschen im 21. Jahrhundert nur damit wir Unmengen an neuen Fashionteilen vorweisen können und scheinbar nie Satt werden oder satt werden können weil uns das so suggeriert wird. In einem Theater an der Volksbühne Berlin sah ich ich mal ein Stück in dem Konsum als der neue Faschismus angepriesen wurde. Und obwohl alles ein wenig heftig und überzogen war, ist da doch was dran und ich wäre im allgemeinen zufriedener wenn ich/wir mehr nachdenken und weniger kaufen würden um unsere eigenen Ressourcen zu wahren. 

Aber dies ist ein langer Weg! Aber wir wissen, dieser beginnt auch immer mit dem ersten Schritt oder Gedanken. So die Meinigen 💭
Eine Plattform auf die ich selber immer gern zurück greife ist Kleiderkreisel, meine Onlineplattform für Vintageshopping, neben meinem eigenen Kleiderschrank und den Second hand-Läden die es in Berlin gibt. 
Mit den Verlinkungen der von mir getragenen Sachen habe ich im übrigen auch schon aufgehört, denn selber suchen fetzt. Ich liebte die Zeit früher, in der man sich Outfits mit etwas Geschick zusammen suchen musste und nicht gleich mit einem Mausklick im Warenkorb 1zu1 hatte auch wenn man der Bequemlichkeit durchaus was abgewinnen kann.
Bitte versteht meinen Blogpost nicht als erhobenen Zeigefinger, lediglich als Gedanken die ich mir mache, denn ich würde gerne wissen wie eure Sicht der Dinge ist, ihr Vorschläge oder Ideen für die Umsetzung von SlowFashion habt oder schon viel weiter seid !?

Alles Liebe und einen guten Start in diese Woche wünscht euch, 
Vera

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